Familienaufstellungen
LEBEN KANN MAN NUR VORWÄRTS, DAS LEBEN VERSTEHEN NUR RÜCKWÄRTS.
Familienaufstellungen
Manchmal stoßen wir immer wieder auf dasselbe. Ein Gefühl, eine Reaktion oder ein Muster kehrt immer wieder, obwohl wir nicht verstehen, woher es kommt. Wir haben selbst schon vieles versucht, aber die eigentliche Ursache bleibt im Verborgenen.
Die Antwort liegt nicht immer in dem, was wir selbst erlebt haben.
Was wir aus unserer Familie mittragen können
Wir werden nicht losgelöst von unserer Familie geboren. Wir wachsen in einem Familiensystem auf, in dem bereits eine Geschichte vorhanden ist. Unsere Eltern und Großeltern haben ihr eigenes Leben gelebt – mit allem, was dazugehört: Liebe und Verlust, Krieg und Armut, Ausgrenzung, Krankheit, Trennung, früher Tod, Geheimnisse, Schuld, Scham, unverarbeitete Trauer oder andere einschneidende Erlebnisse.
Was Menschen erleben, bleibt nicht immer auf die Person beschränkt, die es selbst erlebt hat.
Die Folgen von Trauma können über Generationen hinweg weiterwirken – beispielsweise über den Umgang mit Emotionen und Stress, über Beziehungen und Erziehung und möglicherweise auch über biologische Prozesse. Die Forschung zur transgenerationalen Weitergabe ist noch nicht abgeschlossen; verschiedene Mechanismen, unter anderem epigenetische Veränderungen, werden untersucht.
Es ist nie zu spät eine schöne Kindheit gehabt zu haben.
In der systemischen Arbeit schauen wir deshalb nicht nur auf das, was Sie selbst erlebt haben, sondern auch auf die Geschichte und Dynamiken des Systems, zu dem Sie gehören.
Manchmal trägt ein Kind – ohne sich dessen bewusst zu sein – etwas mit, das eigentlich zu einer früheren Generation gehört. Nicht, weil das Kind es „lösen“ müsste, sondern weil wir Menschen eng mit unserem Familiensystem verbunden sind.
So können Muster entstehen, die innerhalb der Familie einmal eine Funktion hatten, die aber im eigenen heutigen Leben nicht mehr hilfreich sind. Vielleicht bleiben Sie unbewusst jemandem treu, der viel gelitten hat, nehmen einen Platz ein, der eigentlich nicht Ihrer ist, oder setzen eine Bewegung fort, die in einer früheren Generation entstanden ist. Oft wissen Sie nicht, dass Sie dies tun. Sie merken nur, dass Sie immer wieder auf dasselbe stoßen.
Familienaufstellung
Wie läuft eine Aufstellung ab?
Bei einer Familienaufstellung machen wir Ihre Frage räumlich sichtbar. Gemeinsam bestimmen wir, welche Personen oder Elemente für Ihre Frage wichtig sind. Das können Familienmitglieder sein, aber auch Ereignisse, Gefühle oder andere Elemente.
Indem wir diese Elemente zueinander in Beziehung aufstellen, wird sichtbar, wie die Beziehungen und Dynamiken innerhalb des Systems wirken.
Was Sie mit Ihrem Verstand nicht verstehen können, kann plötzlich sichtbar werden.
Eine Aufstellung ist nicht dazu da, Schuldige zu finden oder die Vergangenheit zu verändern. Wir schauen, was wirkt, wo Verstrickungen entstanden sind und was es braucht, damit wieder Bewegung entstehen kann.
In einer Gruppenaufstellung können andere Teilnehmer als Repräsentanten eine Person oder ein Element aus Ihrem System vertreten. Ihre Familienmitglieder müssen dabei nicht anwesend sein.
Eine Aufstellung ist auch individuell möglich. Ich arbeite in meiner Praxis mit Figuren auf dem Tisch oder mit Bodenankern. Während der Aufstellung untersuchen wir, was sich zeigt und wo Raum für Veränderung entsteht.
Die Erkenntnis entsteht aus der Aufstellung – die Bewegung kommt aus dem systemischen Feld.
Manchmal fällt während einer Aufstellung plötzlich etwas an seinen Platz. Sie verstehen, woher ein Muster kommt. Sie erkennen, was Sie vielleicht schon lange unbewusst mitgetragen haben. Oder Sie spüren, dass etwas, das nicht zu Ihnen gehört, auch nicht länger von Ihnen getragen werden muss.
Das kann der Wendepunkt sein.
Nicht die Vergangenheit verändert sich, sondern Ihr Verhältnis zu ihr. Indem Sie anerkennen, was war, können Sie die Verbindung dazu gewissermaßen lösen. Und genau dadurch kann Raum für eine neue Bewegung entstehen.
So funktioniert eine Aufstellung
VIDEO - FAMilienaufstellung
Arbeit & Selbständigkeit
Organisations- & Teamaufstellungen
Auch eine Organisation oder ein Team ist ein System mit einer eigenen Geschichte, Beziehungen und Dynamiken.
Bei Fragen zu Zusammenarbeit, Konflikten, Veränderungen oder wiederkehrenden Problemen kann eine Organisations-aufstellung sichtbar machen, was unter der Oberfläche wirkt und wo eine neue Bewegung möglich wird. Auch Fragen rundum den eigen Erfolg, Lebenslauf oder berufliche Entscheidungen können mit einer Aufstellung untersucht werden.
